| Bab 44 Neuenhagen
Gewerbeverband
Neuenhagen (eb) Zahlreiche neue Gesichter saßen
mit am Tisch im Bürgerhaus, als sich kürzlich der Gewerbeverband
zur Mitgliederversammlung traf. Bäckerin Birgit Wilke aus Hoppegarten
zum Beispiel war darunter, die in der Fichtestraße auch eine Filiale
betreibt, und eine KeNeu-Vertreterin. Verbandsvorsitzende Gabriele Fiedler
erhielt vier weitere Anträge auf Mitgliedschaft. Diskutiert wurde,
wie der 1992 mit 35 Mitgliedern gegründete Verband jedem seiner derzeit
über 50 Mitglieder besser nutzen kann.
Den Anteil der rund 1000 Händler und Gewerbetreibenden
am Festumzug zur 775-Jahrfeier im September resümierte Gabi Fiedler
als „sehr guten Beitrag für die Gemeinde“. Auch dafür
und für Zeitungsanzeigen, so Kassenwart und Caterer Werner Reetz,
seien die 51 Euro Jahresbeitrag verwendet worden. Voriges Jahr übrigens
hatte der Verband 1000 Euro fürs Bürgerhaus bereitgestellt.
Frau Dr. Wummel und Reinhard Frenzel berichteten
von einer Ideenberatung zur Zukunft des Vereins. Deutlich verbessert werden
solle die Öffentlichkeitsarbeit, mehr als bisher wolle der Verband
am Leitbild Neuenhagens aus Unternehmersicht mitarbeiten. Die Mitgliederzahl
soll mittelfristig auf 80, langfristig auf 100 Mitstreiter anwachsen.
Eine Unternehmerin regte an, dass sich der Verband auf der nächsten
Gewerbe- und Kulturmesse (GUK) in Petershagen/Eggersdorf präsentieren
sollte. Sie habe das in diesem Jahr getan und war begeistert von der Organisation
und dem großen Besucherinteresse. Rainer Siebert vom gleichnamigen
Ingenieurbüro, Vorsitzender des Bundesverbandes freiberuflicher Sicherheitsingenieure
und überbetrieblicher Dienste sowie Vizepräsident des Verbandes
der freien Berufe Berlin, regte an, im Rathaus mit Infomaterial als Verband
präsent zu sein wie zu einer Neubürgerbegrüßung.
Tenor der Diskussion war, sich mehr als bisher gegenüber der Gemeinde
stark zu machen. „Wir sind Unternehmer, wollen Geld verdienen, wollen
transparentere Vergaben. Dann bleiben die Leistungen auch hier“,
hieß es. Die Gemeinde könne mit kleinteiligen Ausschreibungen
mithelfen, dass es ihren Unternehmen und damit ihr selbst gut geht. Herr
Reetz betonte, dass nicht unbedingt bayerische Verhältnisse gewollt
seien, doch die Vergabeordnung wieder ein Schwerpunkt in der Verbandsarbeit
werden müsse. Gabriele Fiedlers Erfahrung ist, dass genau dieses
Thema einige Mitglieder extrem bewege und andere überhaupt nicht.
Dr. Seydel und Herr Kösling von der Arbeitsgruppe Bau wollen sich
in dieser Hinsicht mit der Gemeindeverwaltung verständigen. Bürgermeister
Henze wird gebeten darüber zu informieren, was das Rathaus hinsichtlich
der Wirtschaftsentwicklung im Ort vor hat.
Neuer Stellvertreter von Gabi Fiedler ist jetzt das bisherige Vorstandsmitglied
Andrijan Obenauf, beruflich mit Immobilien und Networkmarketing befasst.
Monika Sarnoch zog sich aus dieser Funktion zurück. Sie hatte sich
vor allem in der Diskussion für eine Stadtwerdung Neuenhagens eingesetzt
und ist enttäuscht über das Ergebnis.
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