Im Landesentwicklungsplan wird Neuenhagens als Mittelzentrum ausgewiesen

Meinung des 'Neuenhagener Gewerbeverband' zur Entwicklung Neuenhagens als Mittelzentrum

Mit großer Freude haben wir im Herbst 2007 zur Kenntnis genommen, dass Neuenhagen bei Berlin im Entwurf des Berlin-Brandenburger Landesentwicklungsplans als Mittelzentrum eingestuft wurde. Mit dieser Entscheidung wird die bisherige positive Entwicklung von Neuenhagen als „Grundzentrum mit Teilfunktionen eines Mittelzentrums“ gewürdigt. Neuenhagen wird als Ort in der Mitte zwischen Berlin und Strausberg in der Lage sein, die Aufgaben als Mittelzentrum zu erfüllen.
Wenn Neuenhagen ein Mittelzentrum wird, werden auch die Nachbargemeinden (vor allem Hoppegarten im Rahmen des Kooperationsvertrages mit Neuenhagen) davon profitieren. Der Kooperationsvertrag Hoppegarten/Neuenhagen sieht eine abgestimmte Entwicklung vor, so dass auch Mittelzentrumsfunktionen in Hoppegarten realisiert werden können. Dazu müssen nicht beide Gemeinden gemeinsam als Mittelzentrum ausgewiesen sein. Wir sehen die Gefahr, dass ein geteilter Status zuviele Abstimmungen zwischen den Gemeinden erfordert und die Entwicklung eines funktionsfähigen Mittelzentrums evtl. unmöglich macht. Wenn zwei verantwortlich sind, muss immer einer den Hut aufhaben, heißt ein Sprichwort. Deshalb verstehen wir auch den von einigen Abgeordneten in der Neuenhagener Gemeindevertretersitzung am 12. Dezember 2007 eingebrachten Antrag zur Funktionsteilung mit Hoppegarten und die Stellungnahme des Kreistages MOL dazu als kontraproduktiv.
Die Gemeindevertreter von Neuenhagen trafen aus unserer Sicht am 12. Dezember eine verantwortungsvolle Entscheidung, im Sinne der Abstimmungen zwischen Berlin und Brandenburg zum gemeinsamen Landesentwicklungsplan. Darin geht es darum, Berlin (auch da gibt es Mittelzentren, z. B. Hellersdorf) und den engeren Verflechtungsraum als „Hauptstadtregion“ sinnvoll zu entwickeln und dabei die Interessen beider Länder zu wahren.
Damit überhaupt ein Mittelzentrum zwischen Berlin und Strausberg entstehen kann, sollten alle politisch Verantwortlichen unserer Region –so wie es der Landesentwicklungsplan vorsieht– für Neuenhagen eintreten und später die Kooperation mit Hoppegarten an die neuen Bedingungen anpassen. Politische Ränkespiele sind hier nicht angebracht.
Wir wünschen uns weiterhin –unabhängig von der Entscheidung des Landes zu den Mittelzentren– eine enge Kooperation zwischen Neuenhagen und Hoppegarten. Diese Zusammenarbeit dient den Bürgern der Gemeinden und ist für die Händler und Gewerbetreibenden beider Kommunen von Vorteil.

Der Vorstand
15.01.2007

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